Vitamin-D-Stoffwechsel
Klick auf Stationen für Details
Klick auf eine Station für Details · Klick daneben zum Schließen
Vitamin D: Warum die Sonne allein oft nicht reicht
Vitamin D ist weit mehr als ein einfaches Vitamin – es ist ein Hormon, das in fast jedem Körpersystem eine Rolle spielt: Knochen, Muskeln, Immunabwehr, Herzgesundheit und sogar die Stimmung hängen davon ab.
Die wichtigste Quelle ist Sonnenlicht. Genauer gesagt: UVB-Strahlung, die in der Haut einen biochemischen Prozess in Gang setzt, der über Leber und Niere zur aktiven Form von Vitamin D führt. Klingt simpel – ist es aber nicht. Denn in Deutschland (51° Nord) reicht die Sonne dafür nur zwischen April und September aus, und auch dann nur zwischen etwa 10 und 15 Uhr. Den Rest des Jahres produziert unser Körper schlicht kein Vitamin D mehr über die Haut.
Das Ergebnis: Rund 30 % der deutschen Bevölkerung haben einen Mangel – im Winter sogar bis zu 60 %. Betroffen sind besonders ältere Menschen, Personen mit dunklem Hauttyp und alle, die sich wenig draußen aufhalten.
Wir empfehlen einen Blutspiegel von 50–100 ng/ml (25-OH-Vitamin D) als Optimalbereich. Wer supplementiert, orientiert sich gut an der Faustregel 1.000 IE pro 10 kg Körpergewicht täglich. Wichtig dabei: Magnesium ist ein essenzieller Cofaktor – ohne ausreichend Magnesium kann Vitamin D im Körper nicht optimal aktiviert werden.
Den genauen Stoffwechselweg – von der Sonnenstrahlung bis zur Wirkung im Gewebe – zeigen wir in unserer interaktiven Grafik oben. Einfach auf die einzelnen Stationen klicken.